Tests vor der Schwangerschaft - Vaginaler-Ausfluss




Tests-vor-der-Schwangerschaft
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     Röteln-(Rubella)
     Toxoplasmose
     Vaginaler-Ausfluss
     Windpocken

Normalerweise ist der vaginale Ausfluss weißlich oder etwas durchsichtig und fühlt sich schleimig und klebrig an. In der Schwangerschaft ist es normal, dass die Menge und die Dicke des Ausflusses stark variieren. Die meisten Frauen haben mehr Ausfluss als normalerweise während der Schwangerschaft. Aber der Ausfluss sollte weiß oder durchsichtig bleiben und muss sich weiterhin schleimig und klebrig anfühlen.

Es kann vorkommen, dass der Ausfluss so dünn ist, dass Sie vermuten, es handelt sich um Fruchtwasser. Es kann manchmal schwierig sein, Ausfluss und Fruchtwasser gut zu unterscheiden. Selbst können Sie probieren, den Unterschied zu merken, indem Sie am Ausfluss fühlen. Es ist egal, wie dünn der Ausfluss ist; er muss sich immer (mehr oder weniger) klebrig oder schleimig anfühlen. Nehmen Sie etwas Ausfluss auf Ihre Finger und Ihren Daumen, halten Sie diese gegeneinander und lassen Sie den Daumen langsam von den Fingern los. Bei Ausfluss sehen Sie, dass er leicht kleben bleibt. Fruchtwasser bleibt nicht kleben! Normaler Ausfluss riecht eigentlich nicht. Fruchtwasser hat aber einen Geruch, der als süßlich beschrieben wird. Noch ein Unterschied ist, dass Fruchtwasser häufig weiße Flocken enthält, und zwar hauptsächlich vor dem ausgerechneten Termin. Nach dem ausgerechneten Geburtstermin enthält das Fruchtwasser meistens keine weißen Flocken mehr.

Außer der Tatsache, dass Sie während Ihrer Schwangerschaft mehr Ausfluss haben können, sind Sie auch anfälliger für Infektionen. Weil sich die Menge Glykogen in Ihrer Vagina während der Schwangerschaft verändert, können die Bakterien, die normalerweise in Ihrer Gebärmutter leben, weniger gut ihre Funktion verrichten; hierdurch sinkt der Säuregrad der Vagina. Die normalen (nicht schädlichen) Bakterien sorgen dafür, dass die anderen (schädlichen) Bakterien und Pilze weniger gut überleben können. Durch die verminderte Wirkung der normalen Bakterien wird Ihre Vagina also anfälliger für schädliche Bakterien und Pilze. Wenn Ihr Ausfluss unangenehm riechen sollte, eine gelbgrüne Farbe hat, oder falls Sie Juckreiz und/oder Schmerzen haben, nehmen Sie dann auf jeden Fall Kontakt zu Ihrem Gynäkologen auf.

Anzeichen einer Infektion
Während der Schwangerschaft sind Sie anfälliger als normalerweise für Infektionen. Eine vaginale Infektion geht nicht immer mit deutlichen Beschwerden einher. Bei den untenstehenden Beschwerden ist es vernünftig, mit dem Frauenarzt Kontakt aufzunehmen, weil Sie möglicherweise eine Infektion haben.

  • Rote Vagina.
  • Schmerzende Vagina.
  • Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs.
  • Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Brennende Vagina oder Schamlippen.
  • Ständig zurückkehrende Blasenentzündung.
  • Joghurtartiger Ausfluss.
  • Gelbgrüner Ausfluss.
  • Grauer Ausfluss.
  • Juckende Vagina oder Schamlippen.

Die Untersuchung
Durch eine Untersuchung des Ausflusses kann der Arzt schnell erkennen, ob Sie eine vaginale Infektion haben und welche Form es ist. So können Sie direkt die richtigen Medikamente verschrieben bekommen und die Infektion kann behandelt werden. Nicht jede Frau findet es angenehm, mit solchen Beschwerden zum Arzt zu gehen. Trotzdem sieht ein Arzt täglich Frauen mit einer vaginalen Infektion. Eine vaginale Infektion geht nicht von selbst vorüber und kann schädlich sein für die Schwangerschaft oder für das Baby, wenn es geboren wird. Es ist darum wichtig, die Infektion so schnell wie möglich behandeln zu lassen. So seltsam es klingen mag, es ist ratsam, sich nicht (zu gründlich) zu waschen, bevor Sie zum Arzt gehen. Wenn Sie den Ausfluss ganz wegwaschen, ist es viel schwieriger, die richtige Diagnose zu stellen.

Der Arzt wird nachsehen, ob er Anzeichen einer Infektion erkennt. Er untersucht die Schamlippen und die Vagina auf Rötungen oder Ausschlag. Anschließend wird der Arzt ein Spekulum (Entenschnabel) in die Vagina einführen, um zu sehen, ob es sich um anormalen Ausfluss handelt. Manchmal nimmt der Arzt einen Abstrich vom Ausfluss und untersucht diesen unter einem Mikroskop. Durch die mikroskopische Untersuchung und das Bestimmen des Säuregrades kann meistens schon gesagt werden, welche Form von Infektion vorliegt. In Einzelfällen ist es notwendig, eine Anzucht durchzuführen. In dem Fall dauert es einige Tage, bevor das Ergebnis bekannt ist.

Vorbeugung einer Infektion
Es ist ganz wichtig, die Vagina nicht mit Seife zu waschen. Der Gebrauch von Seife senkt den Säuregrad in der Vagina. Sobald dies erfolgt, ist es den schädlichen Bakterien möglich, leicht zu überleben. Waschen Sie sich von unten nur mit lauwarmem Wasser. Der Gebrauch von Slipeinlagen sorgt dafür, dass von unten ein feuchtwarmes Klima entsteht, wodurch das Wachstum von Bakterien unterstützt wird. Versuchen Sie also möglichst, auf Slipeinlagen zu verzichten. Das gleiche gilt für enge Unterwäsche. Benutzen Sie vorzugsweise Baumwoll-Unterwäsche und schlafen Sie in locker sitzender Kleidung.

Pilzinfektion (Candida)
Eine Pilzinfektion ist die am häufigsten vorkommende vaginale Infektion. Sowohl die Vagina als auch die Schamlippen können irritiert sein. Mehr Informationen finden Sie im Menü `Tests-vor-der-Schwangerschaft´ unter ‘Candida-Infektion’!

Chlamydien
Eine Chlamydien-Infektion ist eine sexuell übertragbare Krankheit (SüK). Die Infektion wird durch eine Bakterie verursacht, die sich in den Schleimhäuten einnistet. Zum Beispiel im Gebärmuttermund oder in der Harnröhre. Bei oralem Sex können also auch die Schleimhäute des Mundes infiziert werden. Beschwerden können sein: grauer Ausfluss, Schmerzen oder brennendes Gefühl beim Wasserlassen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Unterleibsschmerzen, Zwischenblutungen. Mehr Informationen finden Sie im Menü `Tests-vor-der-Schwangerschaft´ unter ‘Chlamydien’!

Gonorrhöe
Gonorrhöe ist eine sexuell übertragbare Krankheit (SüK), die weniger oft als Chlamydien vorkommt. Gonorrhöe (auch Tripper genannt) verursacht eine Entzündung der Schleimhäute, d.h. des Gebärmuttermundes oder der Harnröhre. Gonorrhöe ist oft symptomlos. Bei einer wiederholt zurückkehrenden Blasenentzündung muss untersucht werden, ob Gonorrhöe die Ursache ist. Mehr Informationen finden Sie im Menü `Tests-vor-der-Schwangerschaft´ unter ‘Chlamydien’!

Trichomoniasis
Trichomoniasis ist eine weniger ernste sexuell übertragbare Krankheit (SüK). Diese SüK wird durch den Parasiten `Trichomonas vaginalis´ verursacht. Sie ist gut zu behandeln. Frauen haben häufiger, wenn sie eine Trichomonaden-Infektion haben, mehr Beschwerden als die meisten Männer. Männer können längere Zeit eine Trichomonaden-Infektion haben, ohne dass Sie deutliche Beschwerden haben. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter ‘Trichomoniasis-Infektion’!



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Die Information auf dieser Website ist nur für Unterhaltungszwecke geeignet. Benutzen Sie diese Information nicht, um medizinische Probleme zu behandeln oder festzustellen. Gehen Sie zur Beratung zu Ihrem Hausarzt oder Facharzt.

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