Urinieren




Urinieren

Urin, Wasserlassen und Urinprobleme

Viele Infektionen können mit einem Urintest nachgewiesen werden. Bei Ihrer ersten Schwangerschaftskontrolle werden Sie um eine Urinprobe gebeten. Die Urinprobe wird auf Urininfektionen, Austrocknung, Zucker und Proteine getestet, und sie wird die Schwangerschaft bestätigen. Auch bei den meisten Folgeuntersuchungen wird eine Urinprobe gemacht. Es wird spezifisch nach Infektionen und Voranzeichen gesucht, die zu bestimmten Komplikationen in der Schwangerschaft führen können.

Bevor Sie ein Döschen für die Urinprobe füllen, sollten Sie sich erst gut die Hände waschen. Urinieren Sie erst einige Sekunden in die Toilette, bevor Sie das Döschen füllen. Vermeiden Sie, die Innenseite des Döschens mit den Fingern zu berühren. Für einen Test ist meistens nur ein kleines bisschen Urin notwendig. Der Arzt ist besonders an den folgenden Daten interessiert:

Zucker
Ein erhöhter Zuckerspiegel kann ein Hinweis sein, dass Sie Schwangerschaftsdiabetes haben. Wenn der Zuckerspiegel höher als normalerweise ist, kann der Arzt Sie auf Diabetes testen.

Proteine
Ein Zuviel an Proteinen in Ihrem Urin kann auf Komplikationen hinweisen. Proteine können ein Zeichen für Harnwegsinfektionen, Nierenproblemen und diverse andere Komplikationen sein. Später in der Schwangerschaft kann es auch ein Zeichen für Präeklampsie (preeclampsia) sein, wenn Sie auch einen hohen Blutdruck haben.

Ketone
Ketone erscheinen, wenn der Körper gespeichertes Fett abbaut. Wenn Sie nicht ausreichend Kohlenhydrate zu sich nehmen, haben Sie mehr Risiko auf das Auftreten von Ketonen. Wenn Ketone sich gebildet haben, können Sie sich sehr unwohl fühlen, erbrechen und Gewicht verlieren. Ketone in Kombination mit einem erhöhten Zuckerspiegel können auf Diabetes hinweisen. Wenn Sie Ihr Essen und Trinken nicht durch die Übelkeit bei sich halten können, wird der Arzt Medikamente verschreiben. Wenn es ganz schlimm sein sollte, kann der Arzt Ihnen auch eine Infusion geben.

Blutzellen oder Bakterien
Eine Harnwegsinfektion kann auch erkannt werden, wenn Sie Blutzellen oder Nitrit in Ihrem Urin haben.
 

Regelmäßig Wasser lassen

Wenn Sie schwanger sind, produziert Ihr Körper mehr Flüssigkeiten. Diese extra Flüssigkeiten sorgen dafür, dass Ihre Nieren und Blase viel mehr arbeiten müssen. Eines der am häufigsten vorkommenden Signale für eine Schwangerschaft ist, dass Sie öfter Wasser lassen müssen. Schon bevor Sie wissen, dass Sie schwanger sind, können Sie schon merken, dass Sie öfter zur Toilette müssen. Wenn die Schwangerschaft fortschreitet, wird die Gebärmutter auf die Blase drücken. Leider beinhaltet das, dass Sie wahrscheinlich auch nachts wach werden, um zur Toilette zu gehen. Wenn Sie liegen, wird ein Teil der Flüssigkeit, die sich in Ihren Füßen und Beinen gesammelt hat, wieder in Ihr Blut aufgenommen. Letztendlich gelangt diese Flüssigkeit wieder in Ihrer Blase. Wenn Sie den Tee und den Kaffee stehen lassen, brauchen Sie wahrscheinlich weniger oft zur Toilette. Wenn Sie sich während des Wasserlassens vornüberbeugen, können Sie die Blase besser leeren, als wenn Sie gerade sitzen bleiben. Trinken Sie tagsüber viel und etwas weniger, bevor Sie schlafen gehen. Auch während der ersten Tage nach der Entbindung werden Sie viel öfter zur Toilette müssen, weil Ihr Körper dann viel überschüssig gewordene Flüssigkeit verlieren will. Wenn Sie zur Toilette müssen, halten Sie es nicht ein. Das lange Einhalten des Harns kann eine Infektion verursachen.

 

Probleme

Ärzten werden viele Fragen über das Wasserlassen gestellt. Wenn Sie Probleme rechtzeitig mitteilen, ist es normalerweise ziemlich einfach, etwas daran zu tun. Rufen Sie den Arzt an, wenn Sie ein brennendes Gefühl haben. Rufen Sie auch an, wenn Sie ständig das Gefühl haben, dass Sie Wasser lassen müssen, obwohl nur ein ganz klein wenig herauskommt, wenn Sie zur Toilette gehen. Beide Probleme können ein Zeichen für eine Harnwegsinfektion sein. Harnwegsinfektionen sind die am meisten vorkommenden bakteriellen Infektionen bei schwangeren Frauen. Wenn es zu spät bemerkt wird, kann eine Harnwegsinfektion zu einer Niereninfektion oder zu einer Frühgeburt führen. Eine Blaseninfektion ist auch eine Harnwegsinfektion. Bei einer Blaseninfektion haben Sie ein brennendes Gefühl beim Wasser lassen, und Sie werden auch öfter Wasser lassen müssen. Eine Blaseninfektion wird auch Zystitis genannt. Bakterien können jeden Teil der Harnwege entzünden, bei den Nieren angefangen. Ihr Urin wird in den Nieren gebildet und geht anschließend zur Blase. Ihre Blase speichert den Urin, bis Sie Wasser lassen. Ihre ‘Urethra’ (Urin- oder Harnröhre) bringt den Urin der Blase nach außen. Wenn Sie Ihren Arzt nicht rechtzeitig informieren, kann eine Nierenentzündung entstehen und ein Krankenhausaufenthalt notwendig sein.

Schmerzen, Unwohlsein oder ein brennendes Gefühl sind die ersten Symptome einer Blaseninfektion. Es kommt aber auch vor, dass Sie Schmerzen im Unterbauch haben. Auch ‘seltsam riechender Urin’ kann ein Symptom sein. Manchmal kommt auch Blut mit dem Urin.

Das Trinken von viel Wasser und ab und zu etwas Beerensaft entschlackt und reinigt Ihre Nieren und wird die Bildung neuer Bakterien in den Harnwegen hemmen. Wenn Sie fühlen, dass Sie zur Toilette müssen, halten Sie es nicht ein. Leeren Sie die Blase vollständig, indem Sie sich vorüber beugen. Vermeiden Sie, dass Bakterien in Ihre Harnwege eindringen, indem Sie sich von vorn nach hinten abputzen. Reinigen Sie sich gut, sowohl vor als auch nach dem Sex, um der Verbreitung von Bakterien vorzubeugen. Vermeiden Sie den Gebrauch von Sprays und Pudern und starker Seife. Innere Duschen sind nie gut während der Schwangerschaft. Das Tragen von Baumwoll- Unterwäsche kann helfen, einer Infektion vorzubeugen.

 

 



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Die Information auf dieser Website ist nur für Unterhaltungszwecke geeignet. Benutzen Sie diese Information nicht, um medizinische Probleme zu behandeln oder festzustellen. Gehen Sie zur Beratung zu Ihrem Hausarzt oder Facharzt.

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